Sonntag, 19. Juni 2011
Gedanken....
Es scheint so, als wäre ich wieder ins Leben eingetaucht, oder beginne erst jetzt wieder das Leben richtig wahrzunehmen. Nichts ist schlimmer als Stillstand.
Es tut sich so viel. Ständig. Und trotzdem nehmen wir es oft garnicht wahr.
Meine letzte Woche war... lebendig. Vielseitig. Ereignisreich. Voll. Aber auf alle Fälle hat sie verschiedenste Momente in mein Leben geworfen, um zu sehen, was passiert. Schönes Neues, Interessantes. Aber auch schönes Altes, teilweise bereits vergessenes.
Juni 2011. Es ist faszinierend, wie schnell die Zeit vergeht und wie vieles sich ändert. Und wie schnell sich alles ändern kann. Doch umso faszinierender ist es, dass manche Begebenheiten noch immer schier unverändert scheinen. Und das nun schon über einige Jahre (!) hinweg! Es ist so, als würde für manche Momente die Zeit stehen bleiben, oder sich viel langsamer fortbewegen.
Man trifft auf eine Mauer und versucht sie, mit einer Faust einzuschlagen. Wenn man dann bemerkt, dass sich die Mauer kein Stück bewegt, bringt es selten etwas, fester mit der selben Faust einzuschlagen, oder öfter. Oder öfter und fester. Es muss ein anderer Weg gefunden werden, um die Mauer zu umgehen oder einzureißen.
Donnerstag, 3. März 2011
Die Fabel vom Bären und vom Raben.....
Es trafen sich einst der Rabe und der Bär im Walde.
Der Bär hatte sich verlaufen und wusste nicht einmal, warum er überhaupt unterwegs war,
also fragte er den Raben nach dem Weg.
Der Rabe krächzte:
"Wohin soll es denn gehen? Was willst du denn tun?"
Darauf der Bär:
"Ich weiß es selber nicht genau. Ach, ich bin ein dummer Bär.
Woher soll ich denn wissen, was ich tun soll oder wohin ich
gehen soll, wenn ich doch gar nichts weiß?"
"Ah, aber du weißt, Gevatter Bär, das du hier her gegangen bist
und zumindest wo du bist?"
"Ich... ich denke, das ich das weiß. Ich bin hier im Wald und ich kam auf diesem Weg."
Der Bär seufzte und ergänze noch zögernd:
"Aber ich weiß nicht, wohin es weitergeht..."
Der Rabe nickte.
"Aus welchen Grund hast du diesen Weg beschritten auf deinen großen Tatzen?
Dieser Weg, so wie jeder Weg, hat zumindest zwei Richtungen. Weshalb diese?"
"Ich weiß es nicht." Nach kurzem Überlegen: "Es fühlte sich einfach richtig an."
"Ah, Bär, dann war es die richtige Wahl. Du hast schon viele Entscheidungen getroffen,
auch wenn du nicht weißt, daß du sie getan hast. Du hast dein Zuhause verlassen,
bist hinausgestapft. Du hast den Weg gewählt, welchen du gekommen bist, und die
Art und Weise, wie du auf ihm gegangen bist. Und du hast dich entschieden, mich nach
dem Weg zu fragen... krahkrah!"
Der Bär schluchzte.
"Aber ich habe gar nichts entschieden... ich tat nur das, was sich richtig anfühlte!"
Da lachte der Rabe.
"Und das ist keine Wahl treffen? Es ist eher so, daß du nicht dabei überlegt hast.
Du hast dich nicht hingesetzt und lange dir dein Gehirn zermartert und hast nicht
große schwerwiegenden Weisheiten gesagt, bevor du zu einer Entscheidung kamst,
welche im Augenblick schon bei dir war. Dein Ziel ist klar, Gevatter Bär!
Bleibe so wie du bist und vertraue auf deine Instinkte!"
Der Bär nickte und begann, dem Weg weiter entlang zu trotten.
"Ich versuche es, Gevatter Rabe. Auch wenn ich gerne wüsste,
wohin es mich verschlägt..."
Frei nach Richard E. Dansky
Freitag, 13. August 2010
Ein Sturm zog auf...
Gib dem jungen Pflänzchen
unserer Liebe noch etwas Zeit,
damit es Wurzeln schlagen
und sich festhalten kann,
um auch einem heftigen Windstoß
die Stirn bieten zu können.
Was, wenn das Pflänzchen
noch zu wenig Zeit hatte?
damit es hätte Wurzeln schlagen können
um sich festzuhalten?
und so keinem heftigen Windstoß
die Stirn bieten kann?
Unglücklich...
Sonntag, 1. August 2010
Gedichtesammlung - Gedichtegarten
"Gib dem jungen Pflänzchen
unserer Liebe noch etwas Zeit,
damit es Wurzeln schlagen
und sich festhalten kann,
um auch einem heftigen Windstoß
die Stirn bieten zu können."
... Gedichtegarten
Samstag, 17. Juli 2010
Der richtige Weg...

Mittwoch, 16. Juni 2010
Wiederholungen...
Freitag, 7. Mai 2010
Spielchen...oder: Lasst Blumen sprechen...
In Wirklichkeit fliegt der Schmetterling über die Wiese, weil er auf der Suche seiner eigenen Rose ist.... Er flog von der Klette weg und wurde unsagbar vom roten Mohn angezogen - vielleicht weil er einer Rose doch so ähnlich war? Doch irgendwie stellte sich heraus, dass der Mohn im Inneren eine Dahlie war... so flog der Schmetterling weiter.... eine frische Pfefferminze... und fand ein anderes Blümchen, das ihn anzog.... er hoffte auf eine Christrose... doch stellte sich das Blümchen als Krokus vor... Der Schmetterling wünschte sich, dass er sich doch wie Schilf verhalten sollte, und gestehen sollte, dass er in Wirklichkeit eine Rose sei. Oder wenigstens keine Aster. Aber weil das Blümchen selbst nicht wusste, was für eine Art es nun sei, fing der Schmetterling langsam wieder an zu tanzen.... flog wieder am Mohn vorbei, und traf auf eine Kapuzinerkresse, die sich später als Kreuzung einer Dahlie und einer Aster herausstellte... von Neugier geweckt setzte sich der Schmetterling wieder kurz, aber nur für einen Augenblick, weil er immer noch darauf hoffte, dass das Blümchen seine Gattung erkannte.Doch irgendwie bekam der Schmetterling das Gefühl, als würde er sich immer weiter vom Blümchen entfernen... von weiten sah das Blümchen aus, wie eine Kornblume...Nun auf der Suche nach Schneeglöckchen und einer rosa Akazie flog er wieder weiter.Und dann sah der Schmetterling, weit entfernt, ein zartes Maiglöckchen. In ihm kam das komische Gefühl hoch, dass das Maiglöckchen in seinen Augen eher wie ein Löwenmaul wirkte...Doch er traute sich nicht, sich zu setzen, da er Angst hatte, dass das Maiglöckchen sich dann in eine Kreuzung eines Fingerhutes und Beissbeere verwandeln würde...Wenn das so weiter geht, wird der Schmetterling noch bei einer Zypresse enden....
Dienstag, 4. Mai 2010
Wankelmütig
Sonntag, 11. April 2010
Gedicht...
In einer Welle aus Empfindungen
sitze ich hier.
Unfähig einen Gedanken zu fassen.
In mir ist so viel.
Und doch hat eine unglaubliche Leere
von mir Besitz ergriffen.
Unfähig zu sagen,
was mich quält
sitze ich hier.
- Allein -
Eingeschlossen
In der Traum- und Gedankenwelt
meines Unterbewusstseins.
Dienstag, 16. März 2010
Verbotene Frucht...
Apfelblüten wohin du schaust.
Sie färben deine Welt rosa.
Keinen Gedanken an verbotene Frucht,
das kommt später -
Jetzt wird nur Liebe geatmet.
Freitag, 15. Januar 2010
Zeit...
Freitag, 25. Dezember 2009
Quersumme 3...
Quersumme 3:So ist dein optimaler Weg in diesem Leben, immer wieder ganz bewusst Dich zu erinnern, dass eine schlechte Entscheidung immer besser ist, als keine Entscheidung zu fällen. Denn dein Weg ist, entscheide Dich und so wird Dich natürlich das Leben immer wieder vor die Aufgabe stellen, Dich zu entscheiden. Lerne auch klar zu erkennen, was Du wirklich willst, sage "Ja", wenn Du Ja meinst, und sage "Nein", wenn Du Nein meinst.
Donnerstag, 10. September 2009
Gefühle....
Mohn...
Zur Eisblumenzeit
entflammte meine Liebe
wie roter Mohn
auf einem Sandhügel.
Du bildetest das Zentrum
meiner Gefühlswelt als
schwarze Blütenmitte.
Deine Zärtlichkeit
sang meinem Mohn
ein silbergraues
Regenlied, das
eines Tages in der
Kälte der Zeit versickerte.
Mein Mohn verblühte
im trockenen Sommerwind,
der die roten Blätter
in den Sand wehte.
Eines davon hob ich auf
und betrachtete es
mit leerer Traurigkeit.
Welk und zerknittert
lag es in meiner Hand.
Mittwoch, 9. September 2009
Gedichtegarten...
Wir hatten beide Feuer gefangen,
brannten lichterloh,
hatten alles um uns herum vergessen,
nicht daran gedacht, dass es ausserhalb
unseres Infernos noch jemanden ab,
der mit der Kraft seiner Tränen
und mit blossen Händen versuchte,
unser Feuer zu löschen, und am Ende
mit schrecklichen Brandwunden zurück blieb.
Freitag, 7. August 2009
Annett Louisan - Der den ich will

Warum will man immer das, was scheinbar unerreichbar ist?
Angst vor dem Glücklichsein?
Warum, um Himmels Willen sollte man Angst davor haben, glücklich zu sein? Gute Frage, aber es gibt durchaus ein paar mögliche Antworten (gesammelt von mir und den Menschen, mit denen ich enger zu tun habe)
- das Gefühl, nicht zu genügen
- die Angst, andere finden einen nur so lange interessant, wie man noch neu ist. Sobald der andere einen länger kennt, fürchtet man, dass er das eigentliche wahre, abstoßende Ich kennenlernt, das man selbst nicht mag (ohne zu erkennen, dass es so abstoßend eigentlich gar nicht ist..)
- Angst davor, sich selbst verleugnen zu müssen in einer engen Beziehung (weil man Schwierigkeiten damit hat, Grenzen zu ziehen)
- Angst vor dem Verlassenwerden (deshalb lässt man sich lieber gar nicht auf eine tiefe Beziehung ein, sondern begnügt sich mit Verliebtheit)
- Angst davor, dass das Glück nicht anhält (kann ja sein, aber es deshalb nicht genießen, sozusagen vorbeugend, ist doch irgendwie auch bescheuert, nicht ^_^)
- das Gefühl, Glück nicht verdient zu haben
- Und und und – die Liste läßt sich sicher noch länger fortsetzen. Was davon für euch zutrifft, oder was euch sonst noch einfällt, müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Angst meist der Kern des Problems ist, vielleicht hilft Dir dieser Gedanke ja ein wenig weiter...
Freitag, 31. Juli 2009
Es ist schwer, ein Optimist zu sein...

Eigentlich kann ich sagen, dass es mir im Prinzip immer gut geht.... nehmen wir mal an, die schwarze Linie repräsentiert die neutrale... weder gut, noch schlecht.... die grüne Linie gibt meine persönliche Stimmung wieder.... ein Höhenflug nach dem nächsten.... immer wieder geht es nach oben.... doch ab und zu braucht es diese Linie anscheinend, wieder auf den Boden geholt zu werden, um nicht komplett abzuheben... ein rapider Absturz, der mit dem Gefühl des Fallens beschrieben werden kann... man fällt einfach... tief und tiefer... aber wohl wissend, dass man niemals aufschlagen wird... man will nicht aufschlagen... generell sind die Schwankungen doch recht ausgeprägt... Himmelhoch-Jauchzend, zu Tode betrübt... aber dennoch - im positiven Bereich... hm...Dienstag, 7. Juli 2009
Meine Welt...
um ihm meinen Sinn zu geben -
auch wenn ich die vergrolle,
die immer nur mein Bestes wollen.
Oh, wie mein Leben sinnlos zerrinnt,
wird es von andern bestimmt.
Nun will ich endlich mich selbst sein,
im Kopfe klar, im Herzen rein.
Nicht was die andern wollen,
mich trennen von diesem sollen.
Mein Selbst will ich befrei'n,
um mich wirklich selbst zu sein.
All meine Wünsche will ich erwecken,
um meine Talente zu entdecken.
Mein Bestes will ich geben,
um meinen eigenen Traum zu leben.
Tief in mich will ich geh'n,
mein Innerstes zu versteh'n,
um nach Aussen zu bringen,
den Funken in mir drinnen.