Gestern fand in der Wiener Stadthalle das David Hasselhoff Konzert statt, und ich muss sagen: Es war wider Erwarten grandios!
Erwartet hatten wir hauptsächlich Gäste im zarten Alter von 50 oder 60+, und Schunkelmusik seines neuen Albums. Was wir vorfanden übertraf jedoch jegliche Erwartungen: Lauter junge Menschen zwischen 20 und 35, mit Fanshirts, teilweise als Hoff verkleidet, teilweise schon ziemlich angetrunken, usw. Der Saal füllte sich mit einer feiernden Meute, die eine Hoff-Parole nach der nächsten zum besten gab. Die Stimmung war besser als auf manchen Ländermatch.
Außerdem hatten wir auch grandiose Plätze - ganz am Ende der Treppe auf der Tribühne - sprich, Beinfreiheit und nicht wirklich jemanden, der uns die Sicht versprerrte - dachten wir zunächst. Nachdem dann aber der ganze Saal kaum auf den Plätzen zu halten war, und auch die Stiegen voll mit feiernden und tanzenden Menschen war, hatten wir ab und zu einen hüpfeden Po, der uns die Sicht versperrte. Sollte aber nicht viel weiter stören - schließlich kann man ja auch aufstehen und mitfeiern.
Dann begann es. Hasselhoff startete inmitten des Publikums mit "Looking for Freedom" - und schon war die Menge gewonnen. Tolle Show, mit zahlreichen Outfit-Wechseln (natürlich typisch Hasselhoff). Nach dem ersten Block kam es zu einer leider viel zu langen Pause. Das Publikum versuchte mit weiteren Parolen, Wellen und Co die Stimmung zu halten, doch nach einer dreiviertel Stunde wurde es langsam mühsam.
Der zweite Block begann dann leider mit "Bella Vida" - seinen Töchtern, die gleich 3 (!) Songs nacheinander zum Besten gaben. Man merkte dem Publikum DEUTLICH an, dass a) die Pause zu lang war (lt. Lichttechniker, der direkt hinter uns saß wg. technischen Problemen... möglicher Weise aber auch wg. Töchter-Zicken-Krieg ;) .... ) und b) die Meute NICHT seine Töchter, sondern ihn hören wollten.
Gut - als Hasselhoff endlich wieder auf der Bühne stand, begann der "Schunkel-Teil"... so wie wir ihn uns eigentlich durchgehend erwartet hatten. Gut. War ja zu erwarten, also schunkelte man einfach mit :)
Unter den ganzen jungen Leuten waren natürlich auch immer wieder ältere Damen zu finden - wie genau neben uns: eine alte Dame. Und man sah ihr die Hasselhoff-Freude direkt an :)
Aber spätestens als er Limbo-Dance und Crazy for you zum Besten gab, hatte die Stimmung wieder einen Höhepunkt erreicht. Alles feierte, alles tanzte, alles klatschte - Großartig.
Nervig waren lediglich jene angetrunkenen Fans, die immer wieder meinten, sie wollen auf der Bühne mitrocken. Noch schlechter war aber - meiner Meinung nach - die Security, die sowas eigentlich verhindern sollte, und immer nur sehr langsam einschritt. Beim 3. oder 4. mal wurden sie dann gottseidank langsam schneller.
Zum Schluss sang er für seine Fans nochmal seine Top 3 (Crazy for you, Looking for Freedom und Limbo Dance).
Resümee: Eine grandiose, riesige Party, mit einer mitreisenden Stimmung, wie ich sie wirklich schon lange nicht mehr erlebt hab. Es gab einen Moment, wo ich auf meinem Platz saß, und mir nur dachte "toll"... und seit langen wiedermal einen Gesamtstimmung bedingten Ausstoß diverser Glückshormone hatte. Einfach toll :) So gehört gefeiert. Es floss zwar unter den Gästen DEFINITIV sehr viel (teilweise zu viel) Alkohol... aber... schließlich ist es ein Hoff-Konzert ;)
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