Montag, 6. Oktober 2008

Ein Montag...

Wie man gut sehen kann, sind meine Bunnies Kiara und Kovu schon ziemlich groß geworden ^_^. Ich lieb die beiden einfach. Lustig ist auch, dass er totaaaaal kamerascheu ist. Sobald er irgendwie merkt, dass er fotografiert wird, dreht er sich weg, schließt die Augen, oder was weiß ich. Dabei hat er sooo schöne braune Äuglein.

Mein Mädchen hingegen ist schon fast kamerageil. Fröhlich hoppelt sie der Kamera entgegen, post, und bleibt seelenruhig hocken... sehr lieb. Lieb sind auch ihre blauen Augen. Einfach knuffig.







Wenn ich nicht gerade lerne, bin ich schon wieder am Lesen und lese dieses Buch schon zum zweiten Male:

"Zähme mich"
von Emily Maguire

"...das war es, was Jamie nicht verstand: Es war nie nur Sex. Selbst beim schnellsten, schmutzigsten, unpersönlichsten Fick ging es um mehr als um Sex. Es ging um Verbindung. Es ging darum, einen anderen Menschen anzusehen und in ihm das Spiegelbild der eigenen Einsamkeit und Not zu erblicken. Es ging um die Erkenntnis, dass man zusammen die Macht besaß, das Gefühl des Alleinseins zu verscheuchen. Es ging um die Erfahrung des Menschseins auf einer ganz grundlegenden, instinktiven Ebene. Wie konnte man das als nur irgendetwas beschreiben?..."

"Zum Vergnügen zu vögeln war ein gefährliches Spiel. Vor allem für Frauen, deren Körper so konstruiert war, dass sie unwillkürlich nach einer festen Beziehung strebten. Sarah wusste genau, wie dieser Trick von der Evolution funktionierte: der Ausstoß von Adrenalin und Testosteron, der das Verlangen weckte; die sanfte Dopamindröhnung, die genauso zuverlässig einsetze wie nach jeder Zigarette; und dann all das wunderbare Serotonin. Und während dieses sagenhafte natürliche Hochgefühl anhielt, übernahm der drei Milliarden alte Instinkt das Ruder, und sie wurde zu einer grapschenden, saugenden Paarungsmaschine. Die köstlichen Spasmen beim Orgasmus dienten nur dazu, dass sich ihr Muttermund zusammenzog und das Sperma schluckte wie ein Staubsauger. Und in den seligen Momenten nach den Wellen der Erschütterung strömte das Oxytocin ein und vergiftete ihr Blut mit der gleichen Chemikalie, die die Bindung zwischen Müttern und ihren Kindern verursachte. Je öfter die Begegnung, desto intensiver die Bindung. Es war eine biologische List, die das Überleben der Gattung sicherte, und bei Sarah hatte sie großartig funktioniert. Das war es, was sie für Jamie empfand. Keine Liebe, sondern nur eine chemische Abhängigkeit...."

"Er stieß sie mit dem Gesicht nach vorn gegen eine Mülltonne. Ihre Lippen berührten kaltes Metall, und unter ihrer Wange war etwas Klebriges, Warmes. Sie roch fauliges Gemüse und Katzenpisse und spürte ein trockenes Würgen in der Kehle. Irgendetwas lief ihr über den linken Fuß, und sie erinnerte sich an die Riesenratten, die immer unter dem Abfallcontainer hinter dem Steakhouse herumhuschten..."

"...sie war nicht vom Schicksal bestimmt, und sie konnte jederzeit gehen, wenn es ihr passte. Falls sie blieb, dann in dem Wissen, dass ein Leben mit ihm nur eine von einer Million Möglichkeiten war. Andererseits ist das Leben ein ständiges Schrumpfen von Möglichkeiten. Manche verschwinden mit dem Leben von geliebten Menschen. Andere lässt man nur bedauernd, zögernd und mit tiefer, tiefer Trauer los. Doch die Entschädigung für alle ungelebten Leben findet man in der berauschenden Freude darüber, dass das Leben, das man hier und jetzt hat, dasjenige ist, das man gewählt hat. Darin liegt Macht und auch Hoffnung."

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