Ich zitiere mal von 2009:
So ist dein optimaler Weg in diesem Leben, immer wieder ganz bewusst Dich zu erinnern, dass eine schlechte Entscheidung immer besser ist, als keine Entscheidung zu fällen. Denn dein Weg ist, entscheide Dich und so wird Dich natürlich das Leben immer wieder vor die Aufgabe stellen, Dich zu entscheiden. Lerne auch klar zu erkennen, was Du wirklich willst, sage "Ja", wenn Du Ja meinst, und sage "Nein", wenn Du Nein meinst.
Der andere Punkt wäre die Unterscheidung von Ja und Nein. Zu erkennen, was ich WIRKLICH will. Ich weiß es nicht. Warum weiß ich es nicht? Irgendwie will ich wohl immer alles? Irgendwie hab ich Angst, dass mir dann gach etwas fehlt, oder dass ich es bereue, wenn ich nein sage. Oder generell die Abneigung, selbst ein nein zu hören. Die Wirkung eines Neins. Warum vertrag/mag ich kein nein? Vielleicht teile ich deshalb so ungern Neins aus? Es gibt aber leider Situationen, wo ich im Nachhinein betrachtet vielleicht gerne Nein gesagt hätte... mir aber dann ein Ja regelrecht in den Mund gelegt wurde, dass ich nicht mehr anders urteilen konnte... Es ist ein ungutes Gefühl im Nachhinein zu bemerken, dass man eindeutig und klar JA gesagt hat, und danach gehandelt hat, im Inneren aber ständig das Gefühl hat, als wollte man lauthals das Wort NEIN hinausbrüllen.... und schließlich das Gefühl des Zwangs in sich trägt. Und dann fängt man an zu überlegen, warum man in dieser Situation dann überhaupt so gehandelt hat... und warum man nicht einfach nein sagen konnte...
Warum kann ich generell kaum jemanden sagen, was ich wirklich denke. Oberflächliches BlaBla, das für die meisten Menschen als bereits sehr tiefgründig empfunden wird - einfach, weil sie garnicht wissen, wie dick und facettenreich diese Oberfläche in Wirklichkeit ist. Und die Aufnahmebereitschaft demnach so gesättigt ist, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, die erkennen, dass man noch viel tiefer graben sollte...
Vielleicht weiß ich in Wirklichkeit ja auch ganz genau, was ich will.... oder auch nicht... nur trau ich mich selbst nicht, darauf zu hören, weil ich mir selbst im Weg steh ;) ... oder aus Angst, Ziele nicht zu erreichen...
Tja..... 5 Jahre.... und man würde meinen, ich hätte dazu gelernt...
Es scheint, als hätte ich mich irgendwo verrannt...
Ich hab Fehler gemacht... die mir nicht bewusst waren... und es tut mir wahnsinnig leid... irgendwie hab ich meine Ordnung und meine Struktur verloren... und gewisse organisatorische Dinge einfach viel zu lange aufgeschoben... und ich weiß nicht warum... und dann kamen Konsequenzen, mit denen ich nicht gerechnet habe... und das tut mir so wahnsinnig leid...
Und ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich wiedermal an so einen Punkt komme... dieses innere Gefühl der Ohnmacht, das.... "was mach ich jetzt"...
Und nun.... stellt sich aber die Frage, in welche Richtung?
Mir ist so kalt... mir ist übel....mein Körper zittert... ich hass das...
Und vor allem stellt sich mir nun die Frage: Was wäre richtig? Was wäre fair? Unabhängig von dem, was ich will...